2026-04-29 https://www.spiegel.de/wirtschaft/donald-trump-lockt-weitere-energiekonzerne-weg-von-windkraft-a-8c992b1d-5dab-4ea2-9c36-cf61911db4ee HaiPress


Bild vergrößern
Ein Tankwagen-Fahrer versorgt in Nashville eine Tankstelle
Foto: George Walker IV / AP / dpa
Entgegen den immer sichtbarer werdenden Folgen des Klimawandels setzt US-Präsident Donald Trump seinen Kurs gegen alternative Energieformen wie Solar- und Windenergie fort. Die US-Regierung zahlt zwei weiteren Firmen dafür,dass sie auf US-Offshore-Windpachtverträge verzichten.
Bluepoint Wind und Golden State Wind stimmten demnach zu,aus Windprojekten in den USA auszusteigen,die sich gerade in der Entwicklung befinden,und im Gegenzug vom Staat insgesamt knapp 900 Millionen Dollar zu erhalten. Beide Unternehmen hätten beschlossen,keine neuen Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten zu verfolgen,teilte das US-Innenministerium mit.
Trumps eng mit der Öl- und Gasindustrie verbandelte Republikaner versuchen derzeit mit Kraft,die Energiewende zurückzudrehen,die unter anderem der vorherige Präsident Joe Biden vorangetrieben hatte. So behindert die jetzige US-Regierung den Bau von Offshore-Windfarmen,kappt Fördermittel für Solarparks und Prämien für Elektrofahrzeuge.
Zuletzt hatte Trumps Regierung im März einen ähnlichen Deal mit dem französischen Energiekonzern TotalEnergies geschlossen,der eine Auszahlung von einer Milliarde Dollar erhält,um Projekte vor den Küsten von North Carolina und New York aufzugeben. Das Innenministerium erklärte,diesem Modell werde mit der nun geschlossenen Vereinbarung gefolgt. TotalEnergies hatte für das Geld zugestimmt,statt in Windkraft stärker in fossile Energie zu investieren.
data-area="text" data-pos="29">
Golden State Wind ist ein Joint Venture von Ocean Winds und dem Canada Pension Plan Investment Board. Nach der Vereinbarung könne Golden State Wind etwa 120 Millionen Dollar an Pachtgebühren zurückerhalten,nachdem derselbe Betrag in Öl- und Gasvermögenswerte,Infrastruktur oder Projekte entlang der Golfküste investiert wurde,so das Innenministerium.
kig/AP